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Wie auch die anderen Texte, Anleitungen, Rezepte oder andere hoffentlich immer spannenden Inhalte so entstammt auch dieser der Feder geflügelter Worte, der sich satyrlittlewolf nennt. Gefällt es Dir? Dann erzähle uns weiter und verteile die Schreibereien unter Deinen Freunden. Und damit gebe ich, Elisha vonundzu jetzt das Wort an Jürgen weiter und wünsche Dir gute Unterhaltung.
Hier gibt es unser Rudelkonzept mit einigen Bildern in aufgehübschter Version zu freien Download.
Unser Rudelkonzept...
…. ist sicher nicht alltäglich und Vieles von dem, was und wie wir leben kann ich nicht jedem empfehlen, was für uns gut, muss lange nicht überall gut sein.
Die Voraussetzung
Mit zwei Huskies bewohne ich ein niedliches Holzhaus, etwas außerhalb der Stadt Haltern am See. Direkt vor unserer Tür liegt der Wald, wo ich mit den Hunden laufen kann, ohne dabei überhaupt jemanden zu treffen. Aber auch unser Umland bietet viele Möglichkeiten zu Ausflügen, was wir auch häufig nutzen.Das heißt natürlich nicht, dass sich in einem Holzhaus in Waldesnähe verkriechen muss, um einigermaßen mit nordischen Dickköpfen klar zu kommen. Aber es erleichtert unser Leben miteinander sehr.
Leider habe ich schwere gesundheitliche Probleme, wobei die Hunde der erfolgreichste Teil meiner persönlichen Therapie sind. Aufgrund dessen und wohl wegen unserer Lebensart haben wir nur wenig Kontakte zu anderen Menschen. Ich genieße die Freiheit, zeitlich flexibel und mit Handy und Netbook von überall arbeiten zu dürfen. So sind meine Hunde nahezu nie allein und ich kann mich deren jeder Zeit widmen, da ich meistens nachts arbeite.
Ich habe eine Ausbildung zum so genanntem Verhaltenstherapeuten für Hunde, was jedoch nichts ausmacht. Da ich 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche sehr eng mit meinen Hunden lebe und deren einziger Bezugspunkt bin, habe ich sehr viel bessere Möglichkeiten, auf diese einzuwirken, als wie es in anderen Familien der Fall ist. Mein Leben ist komplett auf meine Hunde ausgerichtet und das ist auch gut so.
Grundsätzlich ist es mein Ziel, den Hunden ein Leben zu bieten, in welchem sie sich möglichst natürlich entfalten und ausleben können. Jeden Tag gibt es für mich etwas zu lernen und wirklich interessantes Verhalten von Hunden beobachten zu dürfen. Einige von euch werden vielleicht die sprichwörtlichen Hände über den Kopf zusammenschlagen, einige wird es amüsieren, unterhalten und sicher die eine oder andere Anregung bieten, welche jeder für sich umsetzen, probieren kann.
Wie schon erwähnt habe ich gesundheitliche Probleme und kann mich oft nur sehr schlecht bewegen, weshalb ich zwei Huskies vielleicht nicht immer das bieten, was sie brauchen, was sie verdienen? Das meine Hunde zu zweit sind und unsere Wohnlage macht vieles für mich einfacher. Gerne und jeder Zeit lasse ich mich jedoch daran messen, in welchem Zustand meine Hunde sind, welche Lebensfreude sie zeigen. Demnach ist es wohl in Ordnung, was ich meinen felligen Mitbewohnern biete. Wir leben außerhalb und allein, wo schon jeder Arzt in Anbetracht meines Zustandes mit dem Kopf schüttelt, aber alles lässt sich eben nicht aussuchen. Jeder Zeit kann mir etwas passieren, ich zusammenbreche, notärztliche Versorgung brauche. Deshalb bin ich unter Anderem darauf angewiesen, dass meine Hunde Hilfe holen, herbeibellen, wenn ich dazu nicht mehr in der Lage bin, was auch schon im Ernstfall erfolgreich funktioniert hat.
Jetzt aber endlich zu dem, was ich als unser Rudelkonzept beschreibe:
Jeder Hundemensch neigt wohl dazu, seinen Hund zu vermenschlichen, was natürlich auch daran liegt, wir uns nur begrenzt in die Rolle des Hundes hinein versetzen zu können. Je nach dem in welcher Art kann das positiv oder negativ, manchmal sogar krank sein, den Hund auch krank machen kann. Falsch ist zum Beispiel, wenn wir davon ausgehen, dass, was uns gut schmeckt, auch dem Hund schmecken wird, dem ist nämlich absolut nicht der Fall, eher schon im Gegenteil: Je mehr es aus dem Napf stinkt, desto glücklicher der Hund, welcher diesen ausschlecken darf.
Ja, ich spreche ganz normal mit meinen Hunden und ich mag es überhaupt nicht, strenge Worte im Befehlston von mir zu geben. Ausnahme bildet „No“, was immer so viel heißt, sie mit dem Aufhören sollen, was sie gerade tun. Was auch, lach, meistens funktioniert.
Meine Hunde verstehen sicher, was ich denen sage. Nein, sie verstehen nicht im Grunde die Menschensprache. Aber Hunde „lesen“ zwischen den Zeilen, sie hören den Klang unserer Stimme und die damit verbundenen Gefühle sehr viel intensiver als es den meisten Menschen vergönnt ist. Meistens verstehe ich mich mit meinen Teddies bereits über Blickkontakt, außerdem sind sie es gewöhnt, dass ich seit vielen Jahren mit denen spreche, wie ich es mit einem Menschen würde. Und wenn ich in der Küche deren Futter bereite, so kann ich es mir eigentlich auch sparen, zu sagen, sie sollen doch bitte ins Wohnzimmer laufen.
Haha, meine Hunde wissen sehr wohl, was sie zu tun haben. Eigentlich ist es ganz einfach: Hundi macht etwas und der Mensch freut, ärgert sich oder reagiert gar nicht. Tut Hundi, was wir von ihm wollen, wird kräftig gelobt und abgefeiert.
Siberian Husky
Huskies sind sehr eigenständige und natürliche Hunde. Sie unterwerfen sich nicht dem Menschen, sie schließen sich diesem an und bieten ihm jeden Tag neue Herausforderungen. Eigentlich, sofern sich das so sagen lässt, können meine Hunde alles und wenn sie etwas nicht tun, was ich von denen will, dann haben sie keine Lust. Satyr und Elisha holen mir etwas zurück, was ich wegwerfe. Das jedoch machen die zwei bis drei Mal und dann wird es denen langweilig und sie suchen sich eine neue Beschäftigung. Und das bedeutet bei einem Husky Gefahr! Ich möchte und sollte bestimmen, was die tun, laufen sie frei, ansonsten sind die Teddies sicherer, laufen sie an der Leine. Sollen die zum vierten Mal etwas für mich holen, dann braucht es einen entsprechenden Anreiz, zum Beispiel ein besonderes Leckerchen. Ansonsten schauen die mich an, als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank. Ok, ich gebe zu, dass ich den Teddies dazu öfter Anlass gebe. Woran mag das wohl liegen.
Satyr und Elisha haben eine extrem niedrige Toleranzschwelle. Das bedeutet, jede Kleinigkeit interessant ist, was sich in deren Umfeld bewegt. Dementsprechend leicht sind die abzulenken, sollen die zum Beispiel ordentlich an der Leine oder im Zuggeschirr laufen. Deshalb braucht es immer einen gewissen Draht zueinander. Ich bemerke die Ablenkung zuerst und reagiere entsprechend. Allerdings lassen sich die Hunde wirklich schnell und nahezu für Alles begeistern.
Jedem, wer uns kennen lernt, beobachtet, fällt sofort die extreme Lebensfreude meiner Hunde auf, aber auch die Ruhe, welche wir ausstrahlen. Wird ein Husky jedoch unterfordert, verliert dieser den besonderen Glanz in den Augen, die Hunde schalten regelrecht ab.Huskies brauchen den passenden Mix aus Ruhe und Aktion. Die Teddies sind extrem neugierig, äh sorry, vielfach interessiert.
Ein Beispiel zur ständigen Herausforderung durch einen Husky: Vorgestern sind wir eine kleine Runde am Erdloch gelaufen, das waren knapp zwei Kilometer. Danach war ich völlig platt. Die Teddies an der Leine zu bändigen war ein ähnlicher Job, wie einen Flohzirkus zu hüten, allerdings sehr viel mehr Kraft braucht. Die Hunde hingen mit der Nase auf dem Boden und zerrten mich im Zickzackkurs über den Waldweg. Eigentlich ist es dann das Beste, einfach stehen zu bleiben, bis die Hunde sich völlig genervt umschauen und dann Geduld zu beweisen, was ich jedoch nicht getan, sondern bis zum Ende gekämpft habe.
Heute sind wir eine kleine Runde am Teufelsmoor (Ja, das heißt wirklich so!) gelaufen, ebenfalls knapp 2 Kilometer und es war das totale Gegenteil. Schulter an Schulter sind die Hunde in leichtem Zug gelaufen, was für mich sehr angenehm und eben wieder genau richtig war. Natürlich sind die auch zum Schnüffeln stehen geblieben, waren sich dabei aber einig und sind danach wieder ordentlich gelaufen. Das Zerren von links nach rechts entfiel heute völlig. Das ist wohl ein weiterer Beweis dafür, dass die ganz genau wissen, was ich von denen will, was denen manchmal jedoch völlig egal ist und zwar sowas von völlig egal! Ausnahme bietet immer, geht es mir nicht gut und ich sage zum Beispiel „No“ oder brauche eine Pause, „Warten bitte“. Kaum zu glauben, aber dann setzen die sich auf deren Hosenboden, schauen etwas umher und warten ab.
Auch Huskies können frei laufen, ohne dabei gleich eine öffentliche Bedrohung, Nötigung zu sein. Es sei, ich unterhalte Satyr und Elisha, ansonsten nehmen die sich einen sehr großen Radius, welchen sie dann selbstständig erkunden, suchen sich anderweitige Unterhaltung, was dann von gefährlich bis peinlich der Fall wird. Die Teddies können auch beleidigt sein und erteilen mir Kuschelverbot, zum Beispiel, wenn ich denen kein Leckerchen, von mir Bömsken mitbringe, wenn ich in der Küche war. Ja, vielleicht wird es jetzt skuril, verrückt, aber wenn ich in die Küche gehe, um mir etwas zu Futtern zu holen, dann bringe ich den Hunden immer etwas mit. Warten sie vergeblich, dann verziehen die sich danach aus meinem direktem Umfeld. Elisha öffnet sich die Tür zur Terasse, ist diese geschlossen und legt sich dort nieder. Oder aber, sozusagen aus Protest legt sie sich auch gern vor die Küche.
Es heißt, Hunde brauchen einen großen Garten. Eine Organisation zur Vermittlung nordischer Hunde, gibt diese nur ab, wenn ein Garten vorhanden ist. Welcher dann jedoch gut abgesichert sein sollte. Wir haben zwar einen kleinen Garten oder besser gesagt, grünen Gürtel um unser Haus, aber keinen Zaun drumherum. Statt dessen haben wir eine Terasse, welche aber mit 10 qm sicher nicht groß genug ist, sich ein Husky dort körperlich austoben kann. Das können die bei mir schließlich im Wald tun. Wir lieben unsere Terasse, wir halten uns gern dort auf, oft arbeite ich dort oder mache es mir einfach nur mit guter Musik oder zu den Geräuschen der Natur gemütlich. Die Teddies, besonders Elisha hängen gern auf einer Art Aussichtsplatz und nichts entgeht meinen aufmerksamen und interessierten Hunden.
Worauf ich eigentlich hinaus will und umschweife: Sobald es die Temperatur erlaubt, stehen die Türen vom Wohnzimmer nach draußen offen, auch wenn ich drinnen bin. Aber trotz geliebter und interessanter Terasse halten sich die Teddies meistens in meiner Nähe auf. Ein Törchen, welches die Hunde öffnen können, stellt mit 1,20 mtr für einen Husky kein Hindernis dar. Trotzdem (zum Glück) nutzen sie diese Möglichkeit nicht. Obwohl, lach, wo auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen, aber das ist schon wieder eine andere Geschichte, welche ich gerne und grinsend an anderer Stelle erzähle.
Ob sich in unserem Fall überhaupt von einer Ordnung schreiben lässt, bleibt natürlich wieder völlig relativ. Doch an dieser Stelle sei bemerkt, dass ich nicht an den Hund glaube, welcher unter dem Tisch liegend Pläne schmiedet die Führerschaft zu übernehmen, wenn wir uns in unwissender Sicherheit fühlen.
Warum sollten Hunde etwas ändern wollen?
Die Evolution vom Wolf bis zum Hund der heutigen Zeit hat dazu geführt, unsere Fellfreunde regelmäßig und üppig (Anmerkung Elisha und Satyr: Naja, üppig geht anders.) versorgt werden, ohne einen Hand, sorry, Pfotenschlag dafür tun zu müssen. Nein, es geht sogar weiter, unsere Hunde werden bespaßt, wir lesen entsprechende Bücher, uns zu informieren, weiter zu bilden und wenn Hundi gekrabbelt werden will, muss er, sie nur zu uns kommen und auf sich aufmerksam machen. Genau so sieht es doch aus bei uns und bei euch? Es ist noch gar nicht so viele Jahre her, dass Hunde in Zwingern gehalten wurden, was heute wohl eher die Seltenheit ist.
Eine Art linear, hirarchische Rangordnung gibt es bei uns nicht. Bei den Teddies, also in unserem Team findet eine Aufgabenteilung statt. Lässt sich jedoch das Wort Führer benutzen, dann ist das ohne Zweifel Elisha. Alles und wirklich alles, was sie sich in ihr Köpfchen setzt, bekommt sie auch durchgesetzt. Immer und irgendwie. Will sie von mir gekrabbelt werden, dann kommt sie, schaut mich mit allerliebstem Blick an, legt mir vielleicht ihren Kopf auf meinen Schoß. Mit einer Pfote schafft sie es, meine Hand genau dort hin zu führen, wo sie gern gekrabbelt werden mag. Will sie mit Satyr schmusen, funktioniert das genauso. Und wehe, wehe, wir kommen in ihren Wünschen nicht nach, ja Vermenschlichung, dann werden Satyr und ich mit bösen Blicken regelrecht verbrannt, sie ist beleidigt und sucht sich einen ruhigen Platz, wo sie allein ist. Aber das hält zum Glück nicht sehr lang an.
Satyr
Satyr ist bei uns der ursprüngliche Hund, Wolf. Er ist unser Aufpasser, unsere Bewachung, gewinnt bei Schnüffelspielen und liest meine Gedanken, meine Gefühle. Daran orientiert sich Elisha. Gehe ich zum Beispiel ins Bad kommt Satyr hinterher, wenn es zu lange dauert oder der Sound unangenehm wird. Selbst durch Wände weiß der immer genau, was los ist. Gehe ich ins Bad, um mich auf einen Ausflug frisch zu machen, kommt er sofort mit und schaut mich erwartungsfroh an. Elisha liegt dabei im Wohnzimmer und träumt vom Schlaraffenland (Anmerkung des Autors: Was denn sonst ist das hier?). Sage ich Satyr und das wortwörtlich, wir gleich einen Ausflug unternehmen, dann rennt er, sich wild freuend, ins Wohnzimmer. Dabei ist Elisha deutlich anzusehen, dass sie nicht weiß, worum es geht. Aber sofort lässt sie sich von Satyr anstecken und feiert mit ihm. Dann toben die Beiden durch unser Häuschen und vertreiben sich die Zeit, bis auch ich so weit bin. Dass wir uns ständig für irgendetwas zurecht machen, werden Hunde wohl nie verstehen. Satyr lernt sehr schnell und macht im Grunde alles, was ich mir von ihm wünsche. Sollte dem nicht so sein, dann lässt er die Arroganz des Husky raushängen oder er hat nicht verstanden, was ich von ihm erwarte.
In der letzten Woche saß ich auf der Terasse und weil ich die Tür angelehnt hatte und die Musik etwas lauter war, konnte ich nicht hören, was drinnen passiert. Plötzlich steht Satyr auf, geht zur Tür, die er aufstubst, geht rein und kommt sofort wieder raus. Dann bleibt er kurz vor mir stehen, schaut mich an und dreht wieder um. Sofort habe ich begriffen, dass drinnen etwas ist. Ja, das Telefon klingelt und ich konnte es nicht hören. Unglaublich, wie schafft ein Hundeverstand das? Wir haben das nie geübt und wenn sonst das Festnetztelefon läutet, dann schauen die nicht mal auf, wenn die schlummern.
Elisha
Sofern sich das so schreiben lässt, besitzt Elisha im Vergleich zu Satyr eher die menschlichen Eigenschaften. Sie kann nicht bellen, sondern nur eine Art Geheule, was sich der menschlichen Stimme eher ähnlich anhört als die eines Hundes. Dann hört es bei ihr aber fast schon auf, mit wölfischen Eigenschaften. Dafür jedoch kann die blauäugige Kuschelmaus Türen öffnen und Lichtschalter betätigen, mir Dinge vom Boden aufheben. Die Aufgabe unser Haus zu überwachen überlässt sie vertrauensvoll unserem kleinen Wolf, was diesen natürlich sehr stolz macht, gibt es zum Beispiel etwas, was er uns melden, ankündigen will. Treffen wir unterwegs andere Hunde, dann stellt er sich auch schützend vor Elisha und wird zum großen Wolf, wenn sie, aus welchem Grunde auch immer, Angst bekommt. Dabei will er aufpassen und signalisieren, dass Elisha die zu uns gehörende Hundemaus ist, die uns niemand wegnehmen darf.
Anarchie?
Bei uns tanzen die sprichwörtlichen Katzen in totaler Anarchie auf den Tischen? Ich kann auch sagen, dass ich die Möglichkeiten habe, dass meine Hunde weitgehend tun dürfen, was sie wollen oder eben nicht wollen. Klingt doch sehr viel besser. Sinn und Zweck unserer Wohnlage ist auch jener, ich mit den Hunden nicht durch irgendwelche Innenstädte laufen muss, was mit zwei Huskies an einer Doppelleine nicht wirklich Spaß macht. Würden wir es üben, dann könnten die Teddies auch schnell lernen, ordentlich an der Leine durch Fußgängerzonen zu traben. Aber wir müssen das nicht. Gehe ich irgendwo Einkaufen, dann fahre ich bis vor die Tür und die Hunde warten brav im Auto.
Regeln
Essen spielt in unserem Leben eine sehr große Rolle. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Ernährung, koche und esse gern. Hunde tun das auch. Und Satyr und Elisha ganz besonders. Ja, oft bekoche ich mich und meine Hunde und wir futtern gemeinsam. Dabei benutze ich zwar die gleichen Zutaten, Geflügelfleisch zum Beispiel, bereite dies aber unterschiedlich zu. Das ist für mich ein wichtiger Teil für unsere Bindung zueinander. Ansonsten ist unsere und Ernährung ein derart umfangreiches Thema, dass ich mich an anderer Stelle ausführlichst damit beschäftige. Das macht übrigens Spaß, ist gesund und ganz einfach.
Muss
Ganz wichtig und immer funktionieren müssen die Schlüsselwörter „Vorsicht“ und „Stop“. „Warten“ gehört auch dazu. Wenn ich esse, wird nicht gebettelt. Auch wenn wir zusammen essen, haben die Teddies schon ihr erstes Nickerchen zur Verdauung hinter sich bis mein Teller fast leer ist und ich will kein schlechtes Gewissen bekommen, wenn ich egoistisch allein jeden Bissen zum Mund führe und dieser auf dem Weg von Hundeblicken hypnotisiert wird. Das funktioniert, obwohl die Teddies wissen, dass sie meistens das letzte Stück bekommen. Wenn Satyr oder Elisha im Weg rumliegen, oder ich am gleichen Ort Platz nehmen will, dann erwarte ich, dass dieser nach kurzer oder keiner Aufforderung diesen verlassen. Versucht das wer Anders oder wollen die mich ärgern, dann reagieren die erst überhaupt nicht. Bewegt sich Husky, dann wird sich erst noch gereckt und gestreckt, bevor der Platz verlassen wird. Unverschämt ist dabei auch deren Gesichtsausdruck.
Es passiert, dass Huskies ihren Menschen frech ignorieren, was auch die Teddies können. Aber, wenn es wirklich wichtig ist, dann machen die, was ich mir wünsche noch bevor ich dies ausgesprochen habe. Die wuseln an der Doppelleine, zerren mich durch den Wald oder fordern mich anderweitig. Sobald ich jedoch anhalte, weil ich eine Pause brauche, dann sind meine geliebten Hunde sofort ruhig. Soll Husky den Wünschen des Menschen folgen, muss er, einen Sinn darin erkennen. Der einfache Kontrollruf, mal eben so, funktioniert selten.
Hunde im Bett
Ein weiterer wichtiger Punkt wird sogar von Hundemenschen kontrovers diskutiert: Wo schläft Hundi? Die Teddies dürfen ins Bett und auf die Couch, darauf möchte ich nicht verzichten. Beide Hunde schlafen gern nahe bei mir mit Körperkontakt. Allerdings schlafen nicht immer beide Hunde bei mir, sie wechseln sich an mir ab und oder schlafen zwischendurch an einem anderen Platz. Wenn es mir jedoch schlecht geht, halten sich beide Hunde möglichst in meiner Nähe auf. Habe ich Schmerzen an Rücken oder Bauch, dann kuschelt sich, meist Satyr möglichst nahe an mich. Elisha wirkt mir dann derart, dass sie Satyr die Kraft gibt, seinen Akku auflädt, wären er mir seine Kraft schenkt. Überhaupt sind beide Teddies ein extrem gutes Team, was mir Vieles einfacher macht.
Dogs with Job
Ich sage gern, dass jeder Hund eine Aufgabe braucht, erst einmal egal, was es denn ist. Und ich bin die Aufgabe der Teddies. Ein Job, der die Beiden anstrengt und beschäftigt, aber auch glücklich und zufrieden macht. Klar könnt ihr sagen, dass sich so jeder Hund verhält. Doch bei uns hält es sich anders, wie ich es immer häufiger beobachte.
Wenn es mir schlecht geht, dann schlafen die nicht. Ok, in die Küche kommen die immer hinterher, ansonsten, und nicht als Kontrollzwang (Oder in gewisser Weise vielleicht doch, nur das Motiv verhält sich anders) folgt mir meist Satyr oder er folgt mir ins Bad, bin ich zu lange weg oder er hört ungewöhnliche Geräusche. Er hat leider in den letzten Monaten beobachten müssen, dass ich jeder Zeit umfallen kann und wie sehr ich abbaue, abgebaut habe
Die Hunde passen auf mich auf und sorgen sich, sind angespannt, wenn es mir schlecht geht. Wenn ich mich entspanne, es mir besser geht, dann darf ich beobachten, dass die erleichtert, aber auch sehr erschöpft sind. Ähnlich wie bei einem Wachhund, welchen Arbeit es ist, auf jedes Geräusch zu achten oder wie bei einem Führhund für Sehbehinderte, bekommt er das Geschirr ausgezogen, was für Hundi Feierabend bedeutet. Nur sind bei meinen Teddies die Arbeitszeiten flexibel. Vergleichbar mit uns wäre wohl das X-Back Zuggeschirr.
Satyr und Elisha haben gelernt, mich auf einem Sidewalker Roller zu ziehen. Das fordert die nicht nur körperlich, sondern beansprucht auch deren Kopf, weil sie sich dazu sehr stark konzentrieren. Allerdings, bei einem Gewicht Jürgen und der Roller von etwa 40kg bin ich mit 40kg sportliche Husky deutlich „übermotorisiert“, weshalb die Bremsen zeigen müssen, was sie drauf haben oder besser gesagt nicht drauf haben. Aber auch hier gilt, desto mehr Spaß ich habe, lache und jubel, desto flotter rennen die Teddies.
Wir hoffen, Du konntest Dich spannend und interessant unterhalten! Sollte dem so sein, freut sich unsere WebSide über Deinen Besuch.
Grüße aus dem schönen Haltern am See und einen guten Tag wünschen
Jürgen, Satyr, Elisha
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