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So, endlich kommt jetzt mal das Zweibein unter uns zu Wort: Die Teddies heißen Teddies, weil Satyr als Kuschelbär beschrieben wird. Daraus folgte Bärchen, wie ich ihn auch heute oft nenne und zusammen sind es Die Teddies.
Schon seit meiner Kindheit liebe und interessiere ich mich für Hunde. Dazu habe ich Bücher und Zeitschriften zum Thema gelesen. Allerdings war es mir nie vergönnt, einen eigenen Hund zu haben. Bei meinen Eltern in der Wohnung war es nicht möglich, ich mir diesen Wunsch erfüllen konnte. Dann war es der Job, dann wohnte ich auch, wo Hundehaltung nicht erlaubt war. Schließlich lebte ich allein und hatte auch schon eine Vorstellung davon, wie ein Hund bei und mit mir leben soll. Und das ginge nicht, wo ich im Dachgeschoss eine Atellierwohnung mit zwei Etagen hatte.
Das Jahr 2001 war eines meiner schlechtesten Jahre und auch gesundheitlich ging es mir sehr schlecht. Allerdings war ich in dem Jahr endlich so weit, dass ich zeitlich flexibel und von daheim unsere Brötchen und Knochen verdienen konnte.
Aber wirklich mit meiner letzten Kraft zog ich Ende 2001 in eine Wohnung außerhalb von Haltern mit erlaubter Hundehaltung. Mittlerweile hatte ich sehr viele Erfahrungen gesammelt, habe mir verschiedene Hunde in Tierheimen, im Internet und bei Züchtern angeschaut. Dabei habe ich tolle Tiere, aber auch schlimme Haltungsbedingungen sehen müssen. Aber irgendwie erlebte ich nicht, was ich hoffte, nämlich sofort zu spüren, dass genau dieser Hund jener ist, der sein künftiges Leben mit mir teilt.
Durch eine damalige Freundin hörte ich dann von einem Hund, der in Griechenland wartet, zu uns ausgeflogen zu werden. Von dem Hund wusste ich nur, es sei ein lieber Rüde, ca. 6 Monate alt, aber irgendwie hielt ich das für ein gutes Omen. Dann brach der Winter über Athen aus, dann musste der Hund geimpft werden, so dauerte es bis Mitte Januar, wo ich den Anruf bekam, dass ich mir den Hund in der Nähe von Geldern am folgendem Tag anschauen kann.
Das liegt etwa 60 km von uns entfernt und ich musste morgens noch ein Auto besorgen, weil bei meinem damaligem Bus der Motor platt war und ein Wechsel 3.000 € euro kosten sollte.
Die damalige Freundin begleitete mich und gegen 16:00 Uhr hatten wir unser Ziel endlich erreicht. Endlich deshalb, weil wir uns mehrfach verfahren haben. Als wir dort klingelten, wurden wir mit wildem Gebell begrüßt und als die Tür geöffnet wurde, kamen uns die Hunde bereits entgegen. Aber jene waren eher klein und gefielen mir wenig, weil mein Wunschhund mindestens kniehoch werden sollte.
Wir wurden ins Wohnzimmer geführt und auf einen Kaffee eingeladen, welchen ich ordentlich nötig hatte. Dort lag dann ein weiterer Hund. Wir nahmen auf dem Sofa Platz und wie, als sei es das Natürlichste der Welt, stand der Hund auf und legte sich an meine Seite. Sofort wussten wir alle, dies genau ist mein Hund. Die Familie dort ist seit vielen Jahren im Tierschutz aktiv, aber die Dame sagte, so etwas habe sie noch nie gesehen, nie eine derartige Magie gefühlt.
Natürlich zog genau dieser Hund bei mir ein. Eigentlich sollte es ein Hund und eine Umgebung für mich sein, wo er quasi mitlaufen kann. Das ich einige Jahre später tägliche 10 km laufe und ich wirklich sportlich bin, hätte mir das damals jemand gesagt, hätte ich ihn für verrückt gehalten. Wir wuchsen aneinander und jeden Tag liefen wir ein Stückchen mehr. Aufgrund einer früheren Freundin kannte ich mich besonders gut mit nordischen Hunden aus, hätte aber nie geglaubt, dass ich einem Husky gerecht werden kann. Aber genau dahin entwickelte sich der Hund, welcher sich den Namen Satyr ausgesucht hatte. Als ich dann mehrere Kontakte zu Züchtern und Mushern bekam, ich mich mit Blutlinien beschäftigt habe, erfuhr ich, dass ich wohl eine amerikanische Ausführungen eines Husky in mein Leben geholt hatte. Die waren damals in südeuropäischen Ländern sehr beliebt und es gab dort mehr Züchter als in unserem Land.
Es zeigte sich, dass es eben diese Eigenschaften, welche typisch für einen Husky sind, welche mir so wohl taten. Dazu gehört eine extreme Lebensfreude und er konnte mich motivieren, immer mehr zu laufen. Satyr war aber auch sehr wild und ursprünglich. Als er damals zu mir kam, war er nicht viel mehr, als ein abgemagertes Häufchen und hatte vor allem Angst, außer davor, immer mehr zu laufen. Nach einigen gemeinsamen Monaten waren wir beide kaum wieder zu erkennen. Satyr wurde ein stolzer Rüde, der sich vor gar nichts mehr fürchtete, aber immer an meiner Seite sein wollte.
So verging die Zeit und gemeinsam mussten wir auch sehr viele unangenehme Erfahrungen machen, die allerdings nichts mit diesem tollen Hund zu tun hatten, wodurch wir immer mehr zusammen wuchsen.
Nachdem ich später einen zweiten Hund zur Pflege hatte, wusste ich, dass Satyr eine Partnerin bekommen soll. Die Geschichte, wie Elisha zu uns kam, erzählt sie sehr wundervoll in meiner Biographie. Sie kam von einem Züchter und war aus zwei Würfen von gesamt 14 Welpen genau jene, die nicht vermittelt und damit übrig war. Da sie unter den kleinen Hunden bereits der Boss war, sollte sie nicht als Familienhund, sondern in erfahrene Hände vermittelt werden. Dafür, dass ich die gewünschte Erfahrung besaß war Satyr das beste Beispiel, in den sich die damals erst 8 Wochen alte Hundedame sofort verliebte.
So vergingen die Jahre und auch Elisha entwickelte sich zu einem wundervollen Hund. Zumindest für mich, denn außer Satyr und mir nimmt sie wirklich niemanden ernst und auch bei uns ist sie der wahre Boss. Aber eben genau, wie diese meine Hunde sind es, welche mir so gut tun und abgesehen vom Rest 2010 bis jetzt erging es mir auch gesundheitlich derart gut, wie es mir noch nie ergangen ist.
Meine Hunde sind zum erfolgreichsten Teil meiner persönlichen Therapie geworden, sie sind mir Partner, Therapeut und Freund, die abgesehen von meinen Eltern mir derart viel gegeben haben und geben, wie kaum ein Mensch zuvor es mit mir geschafft bzw. ausgehalten hat.
Viele Jahre konnte ich also nur davon träumen, wie es sein wird, wenn ich einen Hund beheimate, habe darin große Hoffnung gesetzt. Aber es ist noch sehr viel schöner, als ich je zu träumen in der Lage war. Allerdings war niemals geplant, mein Hund sich zum Husky outet und dazu noch eine Hundedame dazu kommt. Jedoch denke ich heute, dass es eben genau huskytypische Eigenschaften sind, welche den großen, ja so sehe ich das, Erfolg bei mir erreichen konnten.
Jetzt bin aber ich wieder dran mit Bellen (Anmerkung der schreibenden Daumen: Du kannst doch gar nicht richtig bellen.) Was meint ihr denn, warum ich mich so gewählt und vornehm ausdrücken kann? Nein, nicht weil mein Mensch täglich viele Stunden als Schreiber arbeitet. Ich bin nämlich adelig. Ja, und sicher nicht von gestern.
Ich habe einen Adelstitel (Außer dem, welchen uns Jürgen verpasst hat.) und stamme aus einer Zucht. Unverschämt oder unverschämtes Glück war ich damals aus zwei Würfen aus 14 Welpen die Einzige, welche nicht vermittelt war. Ich wäre schwierig, weil ich mich unter meinen Verwandten schnell die Chefin war, extrem dominant wurde ich genannt und als Familienhund völlig ungeeignet.
Dann kamen Jürgen und Satyr. Der durfte sogar in mein Gehege, ich habe mich sofort verliebt, was sich bis heute nicht geändert hat.
(Anmerkung des Autors: Ja, Elisha ist anstrengend, sie hat Power ohne Ende und irgendwie ihren Willen immer durchgesetzt. Einerseits ist sie der niedliche Teddy und niemand könnte ihr irgendetwas auch nur ansatzweise übel nehmen. Andererseits habe ich noch nie einen soll arroganten Hund erlebt.)
Hörst Du jetzt mal auf! Was sollen denn unsere Besucher von mir denken? Sei mal froh, dass ich keine Daumen habe und nicht selber Schreiben kann.
Satyr hat mir seine traurige Geschichte erzählt. Eigentlich sollte er mal der Star der Show sein, für seinen so genannten Züchter keinen Gewinn zu bringen. Er hatte nämlich einen Hoden in seinem Bauchraum, weshalb er auch operiert wurde, kurz bevor ich ihn kennen und lieben gelernt habe. So hat er die ersten Monate seines Lebens auf Kreta als Straßenhund erlebt hat. Von dort hat ihn jemand nach Athen gebracht und über den „Deutsch-griechischen-Tierschutzverein“ nach Deutschland geflogen. Hunde, die aussehen wie kleine Timberwölfe, sind nicht gerade einfach zu vermitteln. Schaut euch mal die Bilder an, wie er sich bei Jürgen entwickelt hat. Darauf kann der wirklich stolz sein!
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